In der Lebensmittelbranche dreht sich alles um eine zuverlässige und effiziente Produktion. Das Problem ist, dass Massenbilanz, Nachverfolgbarkeit und Gesamtanlageneffektivität (GAE) bei einer Vielzahl von Unternehmen stark verbesserungswürdig sind. Die Erfassung vor Ort, Managementberichte, Informationen von den Fertigungsstraßen, ein stimmiger Lagerbestand, korrekte Produktionsunterlagen und eine lückenlose Rückverfolgbarkeit in einer einzigen Übersicht – wohl eher Wunschtraum als Wirklichkeit. Häufig ist man der Auffassung, dass die Produktionsstätte kein Verwaltungsbüro werden soll, oder dass sich die bessere Registrierung der Fertigungsschritte nicht auszahlt.

Wissen ist vorhanden, wenn auch nur vereinzelt

Und doch hat eine solche Übersicht enorme Vorteile. So wird die Massenbilanz deutlicher sichtbar und es kann explizit in den Fertigungsprozess eingriffen werden, an denen die größten Verluste entstehen. Das ERP-System ist den meisten Unternehmen dabei keine große Hilfe, da es keine detaillierten Managementinformationen bereitstellt. Die Informationen sind in unterschiedlichen Dokumenten und Excel-Tabellen über die gesamte Organisation verteilt. Darüber hinaus ist die IT-Unterstützung häufig mit dem Unternehmen gemeinsam gewachsen und es haben sich Insellösungen gebildet.

Unterschiedliche Systeme liefern unterschiedliche Ergebnisse

Dadurch haben viele kleinere und mittelständische Lebensmittelhersteller ein Rechnungsführungssystem und ein davon unabhängiges Produktionsprogramm. Häufig arbeiten diese nicht nahtlos zusammen. Benötigt beispielsweise der Finanzbuchhalter des Unternehmens Einzelheiten einer Transaktion, muss er dafür ein anderes Programm aufrufen. Durch die Insellösungen haben die Lebensmittelhersteller ein separates Buchhaltungsprogramm, ein Programm für die Produktionsstätte und ein weiteres für die Logistik. Ein integriertes ERP-System hingegen sorgt dafür, dass Unternehmen dieselben Daten und dieselbe Logik nutzen. Dadurch werden Fehler reduziert und Daten müssen nicht mehr von einem System zum anderen übertragen werden. Gleichzeitig entsteht ein einheitliches Berichtswesen.

Management vollständig auf dem Laufenden

Ein integriertes ERP-System schafft eine wesentlich bessere Verbindung zwischen Management und Produktionsstätte. ERP-Systeme enthalten alle Informationen zu den Produktionsprozessen, z.B. Einkauf von Rohstoffen, Rezeptur des Fertigprodukts und schließlich auch die Finanzen. Anhand dieser Daten lassen sich BI-Dashboards mit lebensmittelbezogenen Grafiken und Statistiken füttern. So weiß das Management beispielsweise, welche Fertigungsstraßen ersetzt werden müssten oder welche Mitarbeiter zusätzlich geschult oder angeleitet werden sollten.

Mehr Daten, mehr Einblicke, mehr Effizienz

In Kombination mit prozesstechnologischen Daten geben diese Informationen noch weitere Einblicke. Bei den Prozessen werden Temperatur, Luftdruck, Lichtintensität und Abfälle gemessen. Werden diese Daten mit den Daten aus dem ERP-System kombiniert, dann wird beispielsweise sichtbar, dass wesentlich mehr Verschnitt anfällt, wenn ein bestimmtes Team abends arbeitet. Eine andere Erkenntnis kann sein, dass der Rohstoff eines bestimmten Lieferanten einen kostspieligeren Produktionsprozess erfordert und dass Maschinen mit einer höheren Temperatur arbeiten.

Vollständig papierlos arbeiten

Über RF-Scanning wird der gesamte Logistikstrom und der gesamte Produktionsprozess abgeschlossen. Das sorgt nicht nur für einen Effizienzvorteil, sondern erleichtert auch die Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen im Hinblick auf die Nachverfolgbarkeit. Beim Wareneingang werden beispielsweise die Einkaufszeilen verarbeitet und für die Einlagerung in Partien etikettiert. Dieses Lager wird abgespeichert, sodass anschließend die Nachverfolgbarkeit anhand verschiedener Parameter gewährleistet ist. Auf diese Weise kann ein Verarbeitungsprozess bis hin zur Kommissionier- und Versandabwicklung vollständig papierlos eingerichtet werden. So erhält ein Lebensmittelhersteller durch Automatisierung mehr Überblick mit sogar geringerem Verwaltungsaufwand.

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